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» 12. Oktober 2013: „Franken Pelzfrei“ – Kundgebung in Nürnberg

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Zusammen mit der Regionalgruppe Nürnberg des VEBU und der Ortsgruppe Mittelfranken von Animal Rights Watch (ARIWA) demonstrierte Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V. erneut gegen ein Relikt aus grauer Vorzeit: Pelzprodukte, für die jährlich weltweit 90.000.000 fühlende Wesen sterben müssen!

Die jahrelangen Proteste von Tierschützern waren erfolgreich: In Deutschland wurden verschärfte Haltungsverordnungen erlassen, in deren Folge die deutsche Pelztierzucht nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der überwiegende Teil der hierzulande verkauften Pelzprodukte wird daher importiert, ca. 80 % stammen aus China, das für besonders grausame Haltungs- und Tötungsmethoden, u.a. Lebendhäutungen, bekannt ist.

 

Auch der Pelzhandel selbst brach in den vergangenen Jahren stark ein: Viele Textilhäuser nahmen Pelzprodukte aus ihrem Sortiment und etliche Pelzgeschäfte mussten schließen.  Auch in diesem Jahr gab ein weiteres Pelzgeschäft in der Nürnberger Innenstadt auf.

 

Doch leider ist der Pelzhandel noch nicht Geschichte, sondern erfreut sich seit kurzem einer „modischen Renaissance“! Allein 2012 wurde weltweit mit Pelzwaren ein Umsatz von 11,5 Mrd. Euro „erwirtschaftet“, davon ca. 1/3 in EU-Ländern.

Allein für einen Pelzmantel müssen bis zu 150 Tiere sterben:
– 60 Nerze
– 40 Waschbären
– 12 Wölfe
– 18 Füchse
– 30 Karakul-Lämmchen
– 150 Chinchillas
– 17 Luchse

 

 

 

Und auch für die derzeit so beliebten Accessoires wie Pelzverbrämungen an Kapuzen, Felltroddel an Mützen, Pelzapplikationen an Stiefeln und Taschen und ähnlichen Firlefanz müssen fühlende Lebewesen leiden und sterben!

 

 

 

Qualvolle Haltungsbedingungen in winzigen Drahtkäfigen und brutale Tötungsmethoden sind in der Pelztierzucht an der Tagesordnung. Pelz ist kein Naturprodukt, wie die Pelzindustrie gern propagiert, sondern eine weitere Form der Intensivtierhaltung, die mit ihren Emissionen Böden, Gewässer und Luft verseucht. Bei der Verarbeitung werden viele umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Stoffe ein- und freigesetzt. Deshalb wird die Fertigung oft in Billiglohnländer verlagert, in denen die ArbeiterInnen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen den giftigen Dämpfen und Substanzen ausgeliefert sind! Auch die Endprodukte enthalten Giftstoffe. Eine vom Bremer Umweltinstitut 2010 durchgeführte Untersuchung von Pelzbekleidung fand in allen Proben eine Vielzahl an Chemikalien, die Krebs erregen, Allergien auslösen und sich schädlich auf den Hormonhaushalt sowie auf ungeborene Kinder auswirken.

 

 

 

Unsere Demonstration sollte aufklären und aufrütteln. Mit ausdrucksstarken Transparenten und Plakaten, eindrucksvollen Parolen und Redebeiträgen über die Abgründe der Pelzproduktion vor den entsprechenden Geschäften appellierten wir an Konsumenten und Handel:

 

Machen Sie Franken pelzfrei und tragen Sie dazu bei, unsere Welt umwelt-, menschen- und tierfreundlicher zu gestalten!

 

 

 

Flyer-Info: http://www.tierrechte-nuernberg.de/neu/images/downloads/pelz_flyer.pdf

Info zu „Franken Pelzfrei“: http://franken-pelzfrei.de/

 

 

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