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» 19. Sept. 2015: Anti-Pelz-Kundgebung mit Modenschau

Konsumrausch und Modezwang  – forciert allgegenwärtig in Schaufenstern, die endlos die einschlägigen Einkaufsmeilen in Großstädten „zieren“. Pünktlich vor Herbstbeginn sind darin auch wieder zahllose Kleidungstücke drapiert, die gänzlich aus Pelz bestehen oder diesen über Verbrämungen bzw. Accessoires den Konsumenten anbieten.
Die sterile, leblose Atmosphäre solcher Etalagen spiegelt gerade in Verbindung mit Pelz jenen Widerspruch, der sich aus der Freude über das gekaufte Produkt und dem damit verbunden „unsichtbaren“ Tierelend ergibt:

  • Wer weiß schon, dass für eine Polarfuchs-Jacke 14 kleine Tiere grausam per Stromstoß mit 240 Volt über mehrere Sekunden sterben müssen; zuvor waren sie 6 Monate im engen Käfig bei eisiger Kälte eingesperrt, damit ihr Fell schön buschig wird.
  • Wer weiß schon, dass eine Lederjacke mit Kaninchenfell kein Abfallprodukt aus der Fleischindustrie ist, sondern zur Pelzgewinnung ausschließlich Rex-Kaninchen Verwendung finden. Die Aufzucht  erfolgt in winzigen Drahtgitterboxen, die Tötung per Genickbruch, Kopf einschlagen oder am Fließband per Messerschnitt am Hals.
  • Wer weiß schon, dass für eine Nerzjacke bis zu 50 (!) Nerze ihr Leben verlieren, meistens durch Vergasen mit Kohlenmonoxid. Ihre Haltung in kleinen Käfigen erfolgt in Gruppen, obwohl sie Einzelgänger sind – selbstverstümmelnde Verhaltensweisen sind die Folge.
  • Wer weiß schon, dass sich hinter Bezeichnungen wie „Loup d` Asie“, „Wolf of Asia“ oder „Mountain Goat Skin“ das Fell bzw. Leder von einem Hund verbirgt, die z.B. in China äußerst brutal „fellschonend“ totgeprügelt werden.

Das Elend, das Leid, das sinnlose wie grausame Sterben von Pelztieren ließe sich beliebig fortführen, menschliche Gier und Eitelkeiten befeuern diesen Abgrund moralischer Verwerflichkeiten stets aufs Neue. Eines wird ganz deutlich: Jeder, der sich mit Pelz kleidet, hat Blut an den Händen!

Umweltbelastungen sowie zum Teil massive gesundheitliche Gefahren bei der Pelzherstellung und dem Pelztragen runden das Drama „Pelz“ in beängstigender Weise ab.

Auch wenn es in Deutschland erste politische Initiativen (Bundesrat, einzelne Bundesländer) für ein Verbot der Pelztierzucht gibt, werden schon heute und auch in Zukunft viele Pelzprodukte importiert. Allein der Konsument kann schnell und konsequent dieses unnötige wie ethisch verwerfliche Handeln begrenzen oder gar beenden – ganz nach dem Motto: „Die Steinzeit ist out – Pelztragen auch“!

Von unserer Seite aus ein herzliches Dankeschön den Protagonisten und all den Helfern, die diese eindrucksvolle Performance ermöglichten.