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» 3. Oktober 2014: Kinoaufführung „Earthlings – Wie viel Wahrheit vertragen die Menschen?“

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Der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Earthlings“ polarisiert wie selten ein Tierfilm zuvor! Einerseits zeigt er das entwürdigende, emotionslose Verhalten der Menschen gegenüber den (Nutz)Tieren als entlarvendes wie auch ehrliches Spiegelbild unserer moralischen Wertvorstellungen und dem Anspruch, eine zivilisierte sowie fortgeschrittene Gesellschaft zu sein. Andererseits wird dies in einer derart schonungslosen Offenheit dokumentiert, was Qualen, Schmerzen und Brutalität anbelangt, dass es dem Betrachter durchaus einiges abverlangt, den Film in voller Länge anzuschauen. 

 

Der Film räumt mit dem Mythos der„heiligen Kuh“ in Indien auf, wenn es um deren Nutzen für die Lederherstellung geht, er zeigt gnadenlos, was sich hinter dem stolz zur Schau getragenem Pelz für Tierleid verbirgt, offenbart die schrecklichen Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung nebst der fließbandartigen Tötungsmaschinerie in den Schlachthöfen.

 

Religionen, Geldgier oder persönlicher Fanatismus lassen unsere Mitgeschöpfe zur beliebigen Dispositionsmasse verkommen, das Tier als Individuum mit Anspruch auf Gefühle, soziale Bedürfnisse und Lebenswillen wird völlig ausgeblendet.
„Earthlings“ stellt dazu auch fest: „Wir müssen Mitgefühl lernen. Wir müssen lernen, in die Augen eines Tieres zu sehen und zu fühlen, dass ihr Leben Wert hat, weil sie lebendig sind! 

 

Martin Weinmann aus Nürnberg, seit 14 Jahren Vegetarier, wurde auf diesen Film durch ein  „Earthlings“-Projekt in Hamburg aufmerksam. Seine persönliche Konsequenz: er pflegt ab sofort einen veganen Lebensstil. Sein Anliegen: die Öffentlichkeit zum Nachdenken anregen, am besten durch eine Kinoaufführung.
Am 3. Oktober lief der Film im Cinecitta, Nürnbergs größtem Kinocenter. Der Andrang war so groß, dass die Nachfrage bei weitem die 130 verfügbaren Plätze übertraf. Die Kinobesucher erwartete vor der Vorführung ein köstliches und abwechslungsreiches veganes Büffet als geschmackliche Sinnesverführung in Sachen vegane Ernährung.

  

Flankiert mit Infomaterial und plakativer Faktenübersicht wurde die Aktion von Tierrechtsgruppen wie Vebu, Anmals’ Liberty und uns. Im Rahmen unseres täglichen Engagements für die Rechte und den Schutz der Tiere freuen wir uns besonders, wenn es immer wieder Menschen gibt, durch deren Einzelaktionen wir dem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher kommen: ein weitgehendst tierleidfreies Zusammenleben von Mensch und Tier – ein Film wie „Earthlings“ wäre dann nicht mehr möglich und auch nicht mehr nötig!    
   

Der Film ist übrigens frei im Internet zugänglich: Z.B. http://www.veggiecafe.de/earthlings-deutsch.html

 

 

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