Smartmob gegen „Massentötungen rumänischer Hunde“ in Nürnberg am 13.09.2013

2013 09 13 afp rumaenische hunde 085

„Aktion Fair Play“ (AFP) hatte zum Protest gegen die grausamen Zustände in Rumänien aufgerufen, wo seit Jahren trotz Mitgliedschaft in der EU Streunerhunde bzw. nicht vermittelbare Hunde oft qualvoll getötet werden.

 

Am 10. September gab es z.B. im rumänsichen Parlament den Antrag, Streunerhunde einzuschläfern, sofern sie nicht innerhalb von 7 Tagen vermittelbar sind. In Rumänien bedeutet dies quasi den Tod aller Straßenhunde, wobei man dort unter „einschläfern“ den Tod mittels einer Giftspritze mitten ins Herz versteht, ohne vorherige Narkose, was oft einen grausamen langsamen Erstickungstod bedeutet, der sich bis zu einer Stunde hinziehen kann. (Der Antrag liegt vorerst auf Eis). 

 

Aktuell wurde der tragische Vorfall mit einem 4-jährigen rumänischen Jungen, der angeblich durch Streuner zu Tode kam, genutzt, um die Bevölkerung aufzuhetzen und um sie abzulenken von der Tragödie um Rosia Montana, dem größten europäischen Goldvorkommen. Eine von der Politik und Presse unvergleichliche Hetze gegen die Streunerhunde hat zu dieser tragischen Entwicklung geführt, die die deutsche Presse – ohne zu recherchieren – aus dem deutschen Pressebüro Rumänien übernommen hat.

 

Niemals wurden Menschen befragt, die friedlich mit ihren Streunern leben, wurden Tierschützern und Hundefängern befragt, welche die Streuner zum Kastrieren einfangen, oder Tierärzte, die Straßenhunde behandeln bzw.all jene, die tagtäglich mit den „Bestien“ – wie sie in der rum. Presse genannt werden – zu tun haben.

In einer zivilisierten, aufgeklärten Welt des 21. Jahrhunderts sollte der Weg nicht „Tötungsstation“ sein und Straßentiere nicht zum „Wegwerfartikel“ verkommen. Würden die EU-Gelder nicht in dunkle Kanäle fließen oder für zweifelhafte „Doghunter“ ausgegeben, sondern für Kastrationen und Unterbringungsmöglichkeiten, wäre viel geholfen.

So aber müssen hierfür mühsam eingesammelte Spenden eingesetzt werden, die den ewigen Kampf gegen Grausamkeit und Verachtung anderen Geschöpfen gegenüber letztendlich nur mildern, aber leider nicht stoppen können!

 

(Text leicht verändert aus dem AFP-Einladungstext übernommen)

 

Selbstverständlich haben wir uns an der Aktion zusammen mit weiteren ca. 150 Teilnehmern beteiligt und werden dies auch am Samstag, den 5. Oktober 2013, tun, wenn AFP wieder in Nürnberg zu einer schon langfristig geplanten Kundgebung für rumänische Straßenhunde aufruft!

Start 12:30 Uhr vor der Lorenzkirche, weitere Infos unter:

https://www.facebook.com/events/451391291643423/?ref=3&ref_newsfeed_story_type=regular

 

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