13. April 2013: Demo zum Thema „Straßentiere in Europa“

2013 04 13 strassentiere1Unter dem Motto „Adopt – don´t shop“ veranstaltete die Bürgerinitiative Aktion Fair Play Nürnberg einen Aktionstag mit Informationsständen und einer Demonstration in der Nürnberger Innenstadt, um über die Situation der Straßentiere in Europa aufzuklären. Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V. beteiligte sich am Demonstrationszug, der mit einer Auftaktkundgebung vor der Lorenzkirche begann.

 

In vielen europäischen Ländern müssen unzählige Hunden und Katzen ihr Leben auf der Straße fristen. Es handelt sich um ausgesetzte Haustiere und um deren Nachkommen. Auch in Deutschland gibt es große wildlebende Katzenpopulationen. Hunger, Krankheiten, Gefahren des Straßenverkehrs, Verfolgungen und Misshandlungen prägen ihren Alltag. In vielen Ländern versucht man, die sich stark vermehrenden Populationen durch Einfangen und Töten „unter Kontrolle“ zu bringen. Ein erschreckendes Beispiel für diesen Umgang mit herrenlosen Tieren stellten die brutalen Tötungsaktionen in der Ukraine anlässlich der Fußball-EM 2012 dar: Dort wurden tausende Hunde und Katzen vergiftet, erschlagen oder sogar lebendig verbrannt.

 

Tierschutzorganisationen bemühen sich seit vielen Jahren um die Etablierung tierschutzgerechter Konzepte und führen Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durch. Die finanziellen und organisatorischen Lasten für groß angelegte Kastrationsaktionen, medizinische Versorgung von Straßentieren, Einrichtung von Tierheimen und Vermittlung von Tieren tragen in der Regel die Tierschützer, seitens der Politik gibt es bislang nur selten Unterstützung. EU-weite gesetzliche Vorgaben für den Schutz von Straßentieren und eine staatliche Beteiligung an der Finanzierung von Tierheimen gehören daher zu den wichtigen Forderungen an die Politik.

 

Aber auch jeder einzelne kann dazu beitragen, dem Tierleid nachhaltig entgegenzuwirken:

 

– Die Entscheidung über die Anschaffung eines Haustieres wohlüberlegt und verantwortungsvoll treffen,
– einem Tier aus dem Tierheim oder von einer seriösen Tierschutzorganisation ein Zuhause geben statt eines zu kaufen,
– Tierschutzorganisationen durch aktive Mitarbeit und/oder finanzielle Zuwendungen unterstützen.

 

Während des Demonstrationszuges wurden Flyer verteilt, die über die Situation der Straßentiere informierten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigten.
 
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